Versicherer mit deutlich mehr Kapital - was bedeutet das für Kunden
Die Solvenz der Branche hat sich verbessert.
Das Wichtigste in Kürze
- Lebensversicherer erreichten Ende 2025 durchschnittlich eine Solvenzquote von 374%.
- Bei Schäden - und Unfallversicherer lag sie bei 272%.
- Beide Werte lagen über dem jeweiligen Vorjahresniveau.
1. Was ist passiert?
Nach den aktuellen GDV-Daten lag die durchschnittliche SCR-Bedeckungsquote deutscher Lebensversicherer Ende 2025 bei 374 Prozent. Im Vorjahr waren es 295 Prozent. Bei den Schaden - und Unfallversicherer stieg die durchschnittliche Quote von 261 auf 272 Prozent. Die Solvenzquote beschreibt vereinfacht, wie viel Kapital ein Versicherer im Verhältnis zu den aufsichtsrechtlich erforderlichen Kapitalanforderungen besitzt.
2. Warum ist das wichtig?
Eine hohe Solvenzquote bedeutet einen größeren Kapitalpuffer gegenüber unerwarteten Belastungen. Das ist insbesondere bei Versicherern wichtig, die langfristige Leistungsversprechen oder hohe Schadenrisiken tragen. Die Quote allein ist allerdings Kein Qualitätsranking und sagt nichts darüber aus, wie schnell oder kundenorientiert ein Unternehmen Schäden reguliert.
3. Was bedeutet das für dich?
Eine solide Kapitalausstattung ist grundsätzlich positiv für die finanzielle Stabilität eines Versicherers. Bei der Auswahl eines Versicherers sollte sie aber nur eine von mehreren Kennzahlen sein.